Kunstausstellung und historische Spurensuche
Der Enkel des Künstlers, Wolf Heinrich, steht seit 2023 mit dem Archiv in Kontakt. Willibald Paschke war der Schwager Otto Pippel, dem im Oktober 2023 eine Ausstellung im Archiv + Galerie gewidmet war.
Die Ausstellung mit dem Titel "Zu gewaltig waren die Verluste" steht im Zeichen des Erinnerns an "80 Jahre Kriegsende". In seiner Begrüßung betonte Bürgermeister Hermann Nafziger die gelungene Mischung der Ausstellung: "Es handelt sich um keine reine Kunstaustellung, sondern auch um eine historische Spurensuche." Er bedankte sich bei Wolf Heinrich für die Schenkungen und bei Barbara Reinicke für eine mal wieder mit viel Liebe und Fachwissen kuratierte Ausstellung.
Wolf Heinrich betonte in seiner Rede, wie er sich freue, dass das Werk seines Großvaters mit der Ausstellung aber auch als fester Bestandteil des Archivs + Galerie damit einer breiteren Öffentlichkeit gezeigt werden kann.
Barbara Reinicke erwähnte in ihrem Gespräch mit Wolf Heinrich, dass der Künstler von 1945 bis zu seinem Tod 1955 in einem Würmhäuschen in der Georgen Straße (dem heutigen Minigolfclub) gelebt habe.
Der schlesische Künstler Willibald Paschke kam als Kriegsflüchtling mit seiner Frau und einer erwachsenen Tochter nach Planegg. Der Inhalt der Ausstellung ist seinem Leben und seinem Werk gewidmet und erhält auch Rekonstruktionen, die der Künstler selber nach der Flucht anfertigte. Willibald Paschkes Schicksal ist ein anrührendes Beispiel aus dieser Zeit.
Zu sehen ist die Ausstellung bis zum 04. Juli zu den Öffnungszeiten des Archivs, Mo - Fr 9 bis 12 Uhr und Di 14 bis 17 Uhr. der Eintritt ist frei.